Wie legt man mit dem Imkern los?

Imker-Grundausstattung

Immer mehr Menschen erfüllen sich den Wunsch und halten Bienen, werden also Hobby-Imker. Für viele stellt sich vorab die Frage, was man beachten und anschaffen sollte, bevor man mit der Imkerei loslegt. Rein rechtlich kann sogar jeder im eigenen Garten Bienen halten. Jedoch empfiehlt es sich schon, dass man sich im Vorfeld eingehend über das Imkern informiert.

Unterstützung durch einen Imkerverein

Das Imkern kann man schon als relativ aufwendiges sowie teures Hobby bezeichnen. Dazu sollte der verantwortungsvolle Umgang mit den Bienen selbstverständlich sein. Vor allem im Frühjahr bis in den Spätsommer hinein wird man jede Woche genügend Zeit für die Imkerei einplanen müssen. Ein guter Tipp für eine persönliche Beratung ist der örtliche Imkerverein, bei dem man sich einen Imkerpaten suchen kann, der begleitend berät. In der Regel bieten die Imkervereine für Anfänger sowie auch Fortgeschrittene regelmäßig Schulungen sowie Kurse an.

Übrigens!

Wenn man Bienen hält, ist man auch dazu verpflichtet, das direkt beim Veterinäramt anzumelden. In manchen Bundesländern ist es sogar für Einsteiger möglich, eine finanzielle Unterstützung zu beantragen.

Was gehört zu einer Imker-Grundausstattung?

Zu den Bienenstöcken selbst ist es wichtig, sich im Voraus Gedanken über die Anschaffung von nötigem Zubehör zu machen. Eine Grundausstattung ist in jedem Fall empfehlenswert. Es gibt dafür erfahrene Anbieter auch im Internet, wie zum Beispiel imkereibedarf-muhr.de. Nachfolgend Dinge, die man sich am Anfang anschaffen sollte:

Rähmchen sowie Bienenbeuten

Die Bienen brauchen ein Zuhause, nämlich die Beute. Sie ist notwendig, damit ein Imker ein Bienenvolk halten kann. Generell besteht sie aus einem Boden, Zargen, einem Deckel und diversem Zubehör. Abhängig von der Region gibt es da verschiedene Systeme. Empfehlenswert ist für Imkerei-Anfänger immer ein Beutenmaß, das in der Region am weitesten verbreitet ist. Man kann auch das Maß verwenden, welches der Ableger/die Starterbienen, den/die man erhält, hat. Dann wird der Austausch mit anderen Imkern leichter sein.

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Die Schutzausrüstung

Bei Anfängern ist ein Imker-Schutzanzug unbedingt zu empfehlen, denn er schützt vor unangenehmen Stichen. Auch gehören Imkerhandschuhe mit dazu.

Nötiges Werkzeug

Geht es um das Imkerwerkzeug, wird man einige verschiedene Dinge sowie Varianten finden. Wichtig ist dabei ein Abkehrbesen (mit Naturhaar- oder Kunststoffborsten). Dazu wird man einen Stockmeißel brauchen. Hierzu gibt es ebenfalls unterschiedliche Varianten. Es kann sich beispielsweise um einen Stockmeißel mit Haken, Stockmeißel mit seitlichen Haken oder langen Stockmeißel handeln.

Ein weiteres wichtiges Imker-Werkzeug ist der Raucher oder Smoker. Es gibt ihn Edelstahl oder verzinkt mit unterschiedlichem Durchmesser. Den Raucher benötigt man zu sanften Abwehr von Bienen, während man am Bienenstock arbeitet. Für eine optimale Nutzung kann auch noch Zündwürfel und Rauchmaterial verwenden.

Was braucht man zur Honigernte?

Eine gewisse Grundausstattung dafür ist:

Entdecklungsgeschirr

Das Entdecklungsgeschirr besteht meist aus Kunststoff mit einem Lochblecheinsatz aus Edelstahl. Darin enthalten ist eine Halterung, auf der man die Rähmchen legt, um sie zu „entdeckeln“. Man findet ebenso Entdecklungstische aus Edelstahl.

Entdecklungsgabel

Die Entdecklungsgabel braucht man, um das Honigrähmchen von der Wachsschicht zu befreien und um die Rähmchen dann schleudern zu können. Sie sind mit Kunststoff- oder Holzgriff erhältlich.

Honigschleuder

Mit einer Honigschleuder bekommt man den Honig aus den Rähmchen. Es sind verschiedene Größen sowie Variationen dabei möglich und es gibt handbetriebene oder kleine Honigschleudern mit Motor. Man kann sich aber häufig im Imkerverein eine Honigschleuder ausleihen. Das kann besonders am Anfang eine große Unterstützung sein.

Honigeimer

Zum Auffangen des Honigs kann man den Honigeimer verwenden. Dieser besteht meistens aus lebensmittelechtem Kunststoff. Oder man nimmt direkt einen Abfülleimer.

Honigsieb

Das Honigsieb braucht man, um den Honig beim Schleudern von groben Wachsteilen zu befreien. Dieses Sieb wird auf den Honigeimer gelegt.

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Welcher Standort ist für einen Bienenstock geeignet?

Wenn man kein eigenes Grundstück hat, kann man beispielsweise in Schrebergärten oder bei Streuobstwiesen-Besitzern nachfragen. Vor allem naturnahe Gärten, welche insektenfreundlich gestaltet wurden, können Bienen reichhaltig Nahrung bieten und dazu können die fleißigen Tiere viele Pflanzen und Bäume bestäuben. Vor der Anschaffung von Bienen ist es zu empfehlen, sich mit den Nachbarn darüber auszutauschen, um eventuellen Streit zu vermeiden.

Grundsätzlich sollte der Standort gut mit dem Auto und einer Schubkarre erreichbar sein. Das wird den Transport von Geräten und Zubehör erleichtern. Dazu kann ein umzäunter Bereich sinnvoll sein, um Diebstahl oder Vandalismus zu vermeiden.

Das Bienenvolk

Imker haben durchschnittlich in Deutschland ca. 6 bis 8 Bienenvölker. Im Sommer besteht ein Bienenvolk aus bis zu 50.000 Bienen. Im Winter werden es ca. 5.000 bis 10.000 Tiere sein. Als Anfänger startet man am besten mit zwei Bienenvölkern. Bei regionalen Züchtern und Imkervereinen kann man Bienen mit Gesundheitszeugnis erwerben. Nicht zu empfehlen ist der Kauf im Internet oder dem Ausland. Die Bienen sind dann meist an andere klimatische Gegebenheiten angepasst.

Redaktion